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Ratgeber

Futtermenge Hund berechnen: Wie viel Nassfutter braucht dein Hund täglich?

Futtermenge Hund berechnen: Wie viel Nassfutter braucht dein Hund täglich?

Du fragst dich, wie viel Nassfutter dein Hund eigentlich pro Tag braucht? Die richtige Futtermenge zu berechnen ist einfacher, als du denkst, wenn du ein paar Grundregeln kennst.

In diesem Ratgeber erfährst du, wovon der Bedarf abhängt, wie du eine passende Portion ermittelst und woran du erkennst, ob du zu viel oder zu wenig fütterst. 

Warum die richtige Futtermenge so wichtig ist

Eine passende Portion ist die Basis für ein gesundes Hundeleben. Bekommt dein Hund dauerhaft zu viel, drohen Übergewicht, Gelenkprobleme und ein höheres Risiko für Folgeerkrankungen. Zu wenig Futter führt dagegen zu Mangelerscheinungen, Energielosigkeit und einem stumpfen Fell.

Das Tückische: Viele Hunde fressen mehr, als sie brauchen, wenn man sie lässt. Deshalb solltest du die Menge nicht nach Bettelblick, sondern nach dem tatsächlichen Bedarf deines Hundes ausrichten. Genau dabei hilft dir eine einfache Berechnung.

Wovon der Futterbedarf deines Hundes abhängt 

Die Futtermenge für einen Hund zu berechnen, bedeutet nicht, für alle Vierbeiner dieselbe Zahl anzusetzen. Der Bedarf schwankt teils erheblich. Diese Faktoren spielen die größte Rolle:

Gewicht: Ein schwerer Hund braucht mehr Energie als ein kleiner. Das Körpergewicht ist der wichtigste Ausgangspunkt jeder Berechnung.

Alter: Welpen und Junghunde haben einen hohen Energiebedarf für das Wachstum. Seniorhunde benötigen oft weniger, weil sie sich weniger bewegen.

Aktivität: Ein Hund, der täglich stundenlang unterwegs ist oder Hundesport betreibt, verbraucht deutlich mehr als ein gemütlicher Couchgenosse.

Kastration: Nach einer Kastration sinkt der Energiebedarf häufig, während der Appetit gleich bleibt oder steigt. Hier musst du meist etwas reduzieren.

Gesundheit und Rasse: Trächtige oder säugende Hündinnen, aber auch bestimmte gesundheitliche Situationen, verändern den Bedarf. Im Zweifel hilft dir deine Tierärztin oder dein Tierarzt weiter.

Behalte diese Punkte im Kopf, denn jede Faustformel liefert nur einen Startwert, den du an deinen Hund anpassen musst.

Die Faustformel: So berechnest du die Nassfutter-Menge

Für hochwertiges Nassfutter, das als Alleinfutter deklariert ist, gibt es eine bewährte grobe Orientierung. Als Ausgangspunkt kannst du mit rund zwei bis drei Prozent des Körpergewichts deines Hundes pro Tag rechnen.

Ein Rechenbeispiel: Wiegt dein Hund 15 Kilogramm, ergeben zweieinhalb Prozent etwa 375 Gramm Nassfutter täglich. Aktive Hunde liegen eher am oberen Rand, ruhige oder kastrierte Hunde eher am unteren.

Diese Formel ersetzt keine genaue Bedarfsrechnung, gibt dir aber einen guten Startwert. Sehr wichtig: Wirf immer auch einen Blick auf die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung. Seriöse Hersteller geben dort Richtwerte nach Gewichtsklassen an, die auf die Energiedichte des jeweiligen Futters abgestimmt sind. Nutze diese Angabe als zweite Kontrolle neben deiner eigenen Berechnung.

Orientierungstabelle nach Gewichtsklassen

Damit du ein Gefühl für realistische Mengen bekommst, hier eine grobe Orientierung für erwachsene, normal aktive Hunde bei reiner Nassfütterung mit einem Alleinfutter. Die Werte sind Richtwerte und ersetzen die individuelle Anpassung nicht:

  • Bis 5 kg: etwa 150 bis 250 Gramm pro Tag 5
  • bis 10 kg: etwa 250 bis 400 Gramm pro Tag
  • 10 bis 20 kg: etwa 400 bis 650 Gramm pro Tag
  • 20 bis 30 kg: etwa 650 bis 900 Gramm pro Tag
  • Über 30 kg: ab etwa 900 Gramm aufwärts, je nach Größe und Aktivität

Beobachte deinen Hund nach der Umstellung genau und passe die Menge bei Bedarf an. Die Zahlen dienen nur als Einstieg.

Nass, trocken oder gemischt: So rechnest du bei Mischfütterung 

Fütterst du ausschließlich Nassfutter, ist die Rechnung unkompliziert. Bei einer Mischfütterung aus Nass- und Trockenfutter wird es etwas kniffliger, weil Trockenfutter viel energiedichter ist. Schon eine kleine Menge Trockenfutter enthält viele Kalorien.

Die Grundregel: Reduziere die Nassfutter-Menge entsprechend, wenn du zusätzlich Trockenfutter gibst. Ein grober Anhaltspunkt ist, beide Anteile prozentual aufzuteilen, zum Beispiel die Hälfte des Tagesbedarfs über Nassfutter und die andere Hälfte über Trockenfutter zu decken. Da beide unterschiedlich sättigen und andere Energiewerte haben, orientierst du dich am besten an den jeweiligen Fütterungsempfehlungen und rechnest sie zusammen. Vergiss dabei auch Leckerlis und Kausnacks nicht, denn sie zählen mit zur Tagesration.

Zu viel oder zu wenig? Diese Anzeichen solltest du kennen 

Die beste Kontrolle ist dein Hund selbst. Mit dem sogenannten Body Condition Score prüfst du regelmäßig, ob dein Hund im richtigen Bereich liegt:

  • Du solltest die Rippen leicht ertasten können, ohne dass sie deutlich hervorstehen.
  • Von oben betrachtet sollte dein Hund eine erkennbare Taille hinter dem Brustkorb haben.
  • Von der Seite sollte der Bauch nach hinten leicht hochgezogen sein.

Sind die Rippen unter einer Fettschicht kaum zu fühlen, fütterst du wahrscheinlich zu viel. Stehen Rippen und Wirbel deutlich hervor, ist es meist zu wenig. Auch der Kot gibt Hinweise: sehr voluminöser Kot kann auf eine zu große Menge hindeuten.

Die Futtermenge über die Zeit anpassen

Der Futterbedarf bleibt nicht das ganze Hundeleben gleich. Ein Welpe braucht mehr als ein ausgewachsener Hund, ein Senior oft weniger. Auch die Jahreszeit, das Aktivitätslevel und der Gesundheitszustand verändern den Bedarf.

Kontrolliere das Gewicht deines Hundes daher regelmäßig, zum Beispiel einmal im Monat. Passe die Portion in kleinen Schritten an, statt sie stark zu verändern. Soll dein Hund abnehmen, reduziere langsam und in Absprache mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. So bleibt die Verdauung stabil und dein Hund gut versorgt. .

FAQ

Wie viel Nassfutter braucht mein Hund pro Tag?

Als grobe Faustformel kannst du mit zwei bis drei Prozent des Körpergewichts rechnen. Ein 10 Kilogramm schwerer Hund liegt damit bei etwa 250 bis 400 Gramm täglich. Passe den Wert an Aktivität, Alter und Statur deines Hundes an. 

Wie oft am Tag sollte ich meinen Hund füttern

Für ausgewachsene Hunde haben sich zwei Mahlzeiten am Tag bewährt. Welpen brauchen häufigere, kleinere Portionen. Die berechnete Tagesmenge teilst du einfach auf die Mahlzeiten auf. 

Wie erkenne ich, ob mein Hund zu dick ist?

Prüfe, ob du die Rippen leicht ertasten kannst und ob dein Hund von oben eine erkennbare Taille hat. Sind die Rippen unter Fett kaum spürbar, solltest du die Menge reduzieren und dies bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt abklären. 

Ändert sich die Futtermenge nach einer Kastration

Ja, nach einer Kastration sinkt der Energiebedarf oft, während der Appetit steigt. Viele Hunde brauchen danach etwas weniger Futter, damit sie nicht zunehmen.

Fazit

Die Futtermenge für deinen Hund zu berechnen ist kein Hexenwerk: Starte mit einer Faustformel oder der Fütterungsempfehlung, berücksichtige Gewicht, Alter und Aktivität und kontrolliere regelmäßig die Figur deines Hundes. So findest du die passende Portion und beugst Über- wie Untergewicht vor.

Setze am besten auf ein hochwertiges Nassfutter mit klarer Deklaration als Alleinfutter, denn es liefert alle wichtigen Nährstoffe in einer Portion. Wiege die Menge in den ersten Wochen ab, beobachte deinen Hund und justiere behutsam nach. Dein Vierbeiner dankt es dir mit Energie, gesundem Gewicht und glänzendem Fell.

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